Susanne Jägersberg

8. Januar 2022

Susanne Jägersberg erzählt in kleinen, filigranen Objekten umfangreiche Geschichten. Noch bis zum 28. Januar zeigt sie in ihren Räumen (Theaterplatz 15, dritte Etage), was sie und andere Menschen bewegt: Es ist ein Gefühl der Enge und Isolation seit Beginn der Corona-Pandemie. Hat sie früher in Projekten an Schulen mit Jugendlichen wirre Emotionen und Konflikte in gestapelte Baumrinden oder Arbeiten mit Alltagsmaterialien gebannt, spießt sie jetzt gewellte Filmstreifen auf dünnen Draht – die Erinnerung an weich fließende Zeiten. Es gelingt ihr ein fantasievolles Spiel, bei dem sie den Betrachter freundlich hineinzieht in eine Welt der tröstlichen Manifestationen.

Zwischen den zarten Objekten gibt es konstruktive, reife Arbeiten in Edelstahl. Die warme Farbe, die der Rost bietet, vermittelt Stärke, die Formen sind konstruktiv reduziert.

„Die Erinnerungen nimmt uns keiner, sie sollten wir pflegen“, sagt sie. So darf man mit Susanne Jägersberg auf Entdeckungsreise gehen – zur Kehrschaufel etwa, die vergoldet ist und einem Fisch die Ehre gibt, oder dem Stückchen Fahrradkette, das sich wie ein Skorpion formen lässt. Zusätzlich zu gegenwärtigen Arbeiten zeigt Susanne Jägersberg, Tochter des Aachener Künstlers Franz Buchholz, Grafiken ihres Vaters seit 1965, die das Ganze bereichern. Um coronabedingte Sicherheit zu bieten, wird um Anmeldung unter sujaegersberg@gmail.com gebeten.

25. September 2021

Im Rahmen der Aachener Kunstroute

03. Februar 2021

KUNSTGESCHICHTEN

Eine raumgreifende Außenskulptur aus Edelstahl, die von jeder Seite anders aussieht, ist das neueste Werk von Rolf Jägersberg, der sobald wie möglich mit seiner Frau Susanne Jägersberg und deren Vater Franz Buchholz in der gemeinsamen Atelier-Kunsthalle ausstellen möchte. Während er das mit einer Höhe von fünf Metern geplante, in sich ruhende, jedoch aufgrund seiner unterschiedlichen Formgebung „Metamorph“ genannte Objekt vorstellen will, setzt sie auf Kinetik. „Beweg dich!“ nennt sie ihre reichlich Dynamik entfaltende Arbeit aus recycelten und beleuchteten Fahrradfelgen, die sich nach dem Prinzip einer Überschlagschaukel einpendeln. Buchholz, der unter anderem als Klang- und Lichtkünstler überregional bekannt wurde, will Bildarbeiten aus und mit Glas und Folien zeigen, die eine kinetische Wirkung besitzen und gelegentlich auf Platinen und andere elektronische Bauelemente verweisen. Mit der Ausstellung soll nach dem Ende des Lockdowns gleichzeitig an das 20-jährige Bestehen des gemeinsamen Ateliers erinnert werden, das aufgrund der Corona-Pandemie 2020 nicht entsprechend gefeiert werden konnte. Einblicke in weitere Arbeiten der drei Künstler und eine Kontaktmöglichkeit bietet die gemeinsame Homepage.

Artikel:Ingrid Peinhardt Franke

17. Oktober 2019

Ausstellung, Galerie 45, Aachen

03. Juli 2017

20. Dezember 2016

Ausstellung, Hochschule für Musik und Tanz, Aachen

16. Mai 2014

17. Juli 2013

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